Vereinsgründung und Vorstände
Nachdem der 1. Fußballclub FC Tussenhausen leider kein hohes Alter erreichte, spornte 39 Sportbegeisterte der Wille zum Neubeginn an, als sie sich am 18.März 1961 zur Neugründung des Sportvereins Tussenhausen entschlossen. Die Vereinsführung legte man damals in die Hände des Lehrers Otto Geisenberger. Widerum bildete eine Fußballmannschaft den Kern des Vereins. Fleißige Hände setzten den alten Sportplatz, der heute das Kindergartengelände umfaßt, wieder instand. Zu Beginn der Spielsaison 1961/1962 startete der SVT in der C-Klasse Mindelheim. Alsbald stellten sich Erfolge ein, was nicht unwesentlich zur Kräftigung des jungen Vereins beitrug.
Im Jahre 1969 wählte die Versammlung Erwin Imminger zum neuen Vorsitzenden. 16 Jahre lange begleitete er das Amt des 1.Vorstandes und wurde nach seiner Amtszeit zum Ehrenvorsitzender des SVT ernannt.
Von 1977 an leitete Anton Fleck den Verein als 1.Vorstand. Damals zählte der Verein 151 aktive und 152 passive Mitglieder. Die Vereinmitglieder stimmten an der Generalversammlung für die Eintragung ins Vereinsregister und die Annahme einer neuen Satzung. Seit dieser Zeit nennt sich der Sportverein "SV Tussenhausen e.V." und ist unter der Nummer 508 im Vereinsregister beim Registergericht des Amtsgerichtes Memmingen eingetragen.
Am 06.Januar 1985 übergab Anton Fleck den Vorsitz an Christian Holzmann, der 13 Jahre das Amt des Vorstandes ausübte, ehe er das Amt im Jahre 1994 an Bernd Linke übergab. Dieser führte den Verein bis 1997. Von 1997 bis 1998 leitete Ernst Schuster kommisarisch den Verein. Bei der Generalversammlung am 13.März 1998 wurde Horst Gicklhorn zum neuen Vorsitzenden gewählt. Dieser leitete den Verein bis zum Jahre 2003.
In der Generalversammlung 2003 wurde dann erstmals eine "Doppelspitze" beschlossen. Diese teilten sich Wolfgang Drahotta und Jürgen Rothen.
Seit der Generalversammlung 2008 leitet Jürgen Rothen den Verein als 1. Vorstand.
Sportgelände
Nach 2 Jahren stieg die 1. Mannschaft bereits 1963 in die B-Klasse Südschwaben auf. Dieser Erfolg brachte dem Verein nicht nur Freud, sondern auch große Sorgen, denn der Bau einer neuen Anlage wurde dringend nötig. Deshalb errichteten Vereinsmitglieder und freiwillige Helfer in der Kiesgrube an der Ramminger Str. in mühevoller Arbeit und kostensparender Eigenleistung einen neuen Sportplatz und am Nordrand des Spielfeldes das sogenannte "Sporthäusl" mit Umkleide und Duschkabine.
In der zweiten Hälfte der 70er Jahren konnte ein weiteres Bauvorhaben realisiert werden. Aus der Müllkippe südlich und westlich des Sportplatzes entstand ein herrliches Sportgelände.
Im Grenzbereich des 1980 gegründeten Tennisverein wurde von beiden Vereinen in beispielhafter Zusammenarbeit ein Kinderspielplatz errichtet.
Das Sportheim wurde komplett renoviert: Dazu zählen eine neue Fassade, neue Heizung und Warmwasserversorgung, Neubau eines Geräteheimes, Dachstuhlsanierung sowie Umbau der Gästekabine, des Aufenthaltsraumes und der Toiletten.
Nicht nur in baulicher Sicht gewann der Verein, auch im sportlichen Bereich wurden Weichen gestellt. Zudem konnte die Sanierung des Parkplatzgeländes in Angriff genommen werden, und im Jahr 2000 fertig gestellt werden. Wieder wurden Umbau und Renovierungsmaßnahmen realisiert. Erweiterung der Sportheimgaststätte, Renovierung der Fenster und den Duschkabinen.
Der sportliche Erfolg
Höhen und Tiefen begleiteten die Fußballmannschaft des SVT bis auf den heutigen Tag. Im Jahre 1998 stand die Abteilung Fußball (Senioren) kurz vor ihrer Auflösung. Nur mit einer guten Führungsmannschaft war es möglich, diese Abteilung vor ihrem Niedergang zur retten.
Nachdem der SVT im Spieljahr 2000/2001 nur knapp den Aufstieg verfehlt hatte, fiel er wieder in ein tiefes Loch. Einige Spieler drehten dem Verein den Rücken und wanderten ab. Es galt, aus einem Scherbenhaufen wieder eine neue Mannschaft zu formen
Die Gymnastik-Gruppen
Agathe Schmid hatte 1971 die Gymnastik Gruppe ins Leben gerufen und auf 42 Frauen ausgebaut. Diese erklärten sich bereit, unter dem Dach des Sportvereins weiterzuturnen und wurden in der Amtszeit von Erwin Imminger 1972 in den Sportverein Tussenhausen aufgenommen. Unter der Bezeichnung "Frauen-Gymnastik" bildete diese Gruppe eine eigene Abteilung und ist im SVT ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil geworden.
Drei Jahre später formierte sich dann auch noch die Abteilung "Kinder- und Jugendgymnastik".
Weitere Abteilungen
Nachdem sich die Marktgemeinde Tussenhausen zum Bau einer Mehrzweckhalle entschlossen hatte, entstanden neue Abteilungen wie Tischtennis und Turnabteilung, sowie das Mutter-Kind-Turnen. Dann wurde auch noch das Zeltlager für Kinder, das mittlerweile zu einer festen Institution geworden ist, ins Leben gerufen.
Das in jahrelanger Arbeit Erreichte und das lebendige Vereinsleben sind also keine Früchte des Zufalls. Dahinter standen und stehen einsatzfreudige und zielstrebige Menschen, die ihre Kraft und Zeit der Weiterentwicklung des Vereins widmen.
Quelle: "Die Ortsgeschichte des Marktes Tussenhausen" |